Ein Zwischenfazit zum Nexus 7

Ich hatte mir ja während der Sommerferien das Nexus 7-Tablet geholt, um es ausgiebig im schulischen Einsatz zu testen. Nun sind Herbstferien und ich habe es für 7,5 Wochen ausprobieren können. Da wird es dann doch einmal langsam Zeit für ein kleines Zwischenfazit:

Das klappt super

Die rein digitale Terminverwaltung ist mit dem Nexus 7 noch ein bisschen komfortabler geworden. Schon seit einiger Zeit führe ich nur noch meinen digitalen Kalender. Auf dem Handy war das immer ein wenig fummelig, vor allem wenn einmal ein bisschen mehr Text einzutragen war. Mit dem Tablet hat man mehr Platz und kann Termine wunderbar eintragen, verschieben oder freigeben. Dank Cloud hat man die Termine dann auch direkt auf dem Rechner, dem Handy oder wo auch immer man sie haben will.

Besonderer Clou: Der Terminplan für die Eltern, welchen wir auf der Schulhomepage anbieten, ist mit bei Google Calender hinterlegt. So kann ich die dort eingetragenen Termine auch per Tablet erstellen und halt so auch auf einen Schlag auch die Schulhomepage aktuell.

 

Neben Terminen ist die zweite wichtige Baustelle natürlich der Mailverkehr. Dank IMAP kann ich meine schulische Mailadresse auch auf dem Tablet prüfen. Das ging auch schon auf dem Handy, ist also kein echter Zugewinn. Allerdings kann man auf 7 Zoll bequemer antworten. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass das Tippen längerer Texte keine große Freude bereitet. Das würde es auch auf 10 Zoll nicht. Ich denke, dass ich da zu sehr an die klassische Tastatur gewöhnt bin.

 

Besonders angetan bin ich von der Notizverwaltung mit OneNote. Ich habe für einige Tage auch mal mit Evernote gearbeitet. Allerdings bietet OneNote einige der Funktionen, die man bei Evernote erst als Premiumkunde bekommt, von Hause aus. Und da dieses Programm seit jeher in meinem Officepaket dabei war und ich es bisher nicht genutzt habe, wollte ich es dann doch einmal austesten.

Ich verwende OneNote für drei Dinge:

  • Unterrichtsplanungen aufschreiben
  • Tages To-Do aufschreiben
  • sonstige Notizen und Mitschriften

Die Zeiten, in denen jede Stunde mit Verlaufsplan etc. geplant wurde, sind ja vorbei :) . Dennoch mache ich mir sehr gerne Notizen zu meinen Stunden des Tages, damit ich nichts vergesse.  Früher habe ich diese Planungen in Word gemacht, ausgedruckt und hatte dann den Zettel auf dem Pult liegen. Jetzt schreibe ich die Notizen in OneNote und habe das Tablet auf dem Pult liegen. Spart auf jeden Fall Papier und klappt ansonsten genauso gut.

Genau auf die gleiche Weise lassen sich natürlich die täglichen To-Dos verwalten. Hier brauche ich keine aufwändige To-Do-Verwaltung a la Wunderlist, sondern einfach eine kleine Abhakliste: AB für Mathe kopieren, Bücherkiste aus Lehrerzimmer mitnehmen, Schulleitung wg. Ausflug ansprechen, etc. . Auch das kann man Wunderbar mit OneNote realisieren.

Zudem kann man sich dort kleine Notizen und Mitschriften von Konferenzen hinterlegen, um sie nachher am heimischen PC in das passende Programm oder Dokument zu übernehmen. Hier gibt es natürlich Grenzen, auf die ich gleich noch eingehen möchte.

 

Zu guter Letzt kann man natürlich auch viele Dokumente einfach nur noch in PDF-Form dabei haben: Der Lehrplan, das Schulgesetz, Konzepte, …. hat man zur Not dann einfach immer parat, denn das Gerät ist auch ein hervorragender Ebook-Reader. Davon habe ich auch im privaten Bereich ausgiebig Gebrauch gemacht.

Das geht in der Theorie auch

Natürlich könnte man mit dem Gerät auch hervorragend Schülerdaten verwalten, Notizen zu Kindern anlegen, Beobachtungsbögen ausfüllen usw. usf. Aber hier schiebt der Datenschutz einen Riegel vor. Es handelt sich ja in meinem Fall um ein privat angeschafftes Gerät, auf dem erstmal keine personenbezogenen Daten abgelegen werden dürfen. Unter Gewissen Voraussetzungen kann man da mit Sicherheit einen Antrag stellen, dann auch Handy- und Tabletdaten lassen sich mit sicheren Algorithmen verschlüsseln. Programme dieser Art gibt es zu Hauf, ähnlich wie fürs Iphone. Jedoch heißt das bloße Vorhandensein solcher Programme nicht, dass man sie auch nutzen darf. Hier sollte man stets die Vorschriften des Landes zu dieser Thematik im Blick haben. Insbesondere dann, wenn Daten zum Abgleich in der Cloud gespeichert werden, sollte man Vorsicht walten lassen.

Das geht gar nicht

Machen wir es kurz: So richtig gefehlt hat mir keine Funktion. Klar, man hat keine mobile 3G-Datenverbindung, aber die hat man Handy und zur Not kann ich auch immer darüber surfen.

 

Ich kann das Nexus 7 bis jetzt uneingeschränkt empfehlen. Für 200 bzw. 250€ bekommt man sehr viel für sein Geld geboten. Apple wird ja mit dem Ipad-Mini bald nachlegen. Dies wird ggf. eine Idee größer sein, aber auch deutlich teurer werden. Wenn die Preise stimmen, über die man so munkelt, dann wird die 16GB Variante mit 350€  gute 100€ teurer sein.

Noch Fragen zum Gerät oder Apps? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen :)

Das Mäuselabor – ein Ende mit Schrecken

Es ist jetzt gute 5 Jahre her, dass ich mit zum ersten Mal mit moodle und einer Nutzung in der Grundschule beschäftigt habe. Daraus erwuchs dann schnell meine 2. Staatsarbeit, für dich aus einer moodle-Version einen grundschulgerechten Umbau geschaffen habe, ein Nutzungskonzept geschrieben habe und diverse Handbücher für Kinder und Lehrer geschrieben habe. Grundlage war moodle 1.8.7. Ich selbst bin kein Programmierer und habe ordentlich im Quellcode gewütet. Das Ergebnis war toll, aber offizielle moodle-Updates konnte ich auf diese Weise nicht einspielen. Dies bricht dem Mäuselabor nun das Genick. Denn mein Provider hat auf meinem Server PHP5.3 aktiviert, welches ich für andere Projekte dringend gebraucht habe. Dummerweise läuft das Mäuselabor nun nicht mehr.

Es bleibt mir nichts anderes, als alles auf Basis von moodle 2.2 neu aufzubauen. Diesmal geordnet, gut dokumentiert und so, dass zukünftige Updates eingespielt werden können. Aus diesem Grunde werden auch die Info- und Demoseite alsbald aus dem Netz verschwinden. Das Mäuselabor ist somit vorerst geschlossen :(

Mein neues Spielzeug

Ich habe mir seit längerem mal wieder was gegönnt. Schon lange träumte ich von einem Tablet. Nachdem ich schon sehr lange mit PDAs und Smartphones gearbeitet habe (und früher auch gern mal ausgelacht wurde), war der Platz auf dem Bildschirm doch irgendwie zu klein, um wirklich produktiv damit zu arbeiten: Notizen erstellen, Dinge schnell mal aufschreiben, im Internet recherchieren geht zwar irgendwie alles, aber 3-4 Zoll Bildschirmdiagonale sind eben doch viel weniger, als ich es vom PC her gewohnt war.

Mein Schul-Netbook nervt mich in letzter Zeit unglaublich: es braucht ewig bis es hochgefahren ist, bleibt im Arbeiten hängen und der Akku wird auch immer schwächer. Also musste ein Tablet her. Natürlich eins mit Android, damit ich es möglichst gut mit meinem Smartphone koppeln kann. Nur leider gab es bisher auf dem Android-Tabletmarkt mehr Schatten als Licht.Die Geräte waren schwer, langsam, hatten eine schlechte Auflösung oder wurden schon nach kurzer Zeit nicht mehr mit Updates versorgt, weil sie schlichtweg kaum gekauft wurden.

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Medienpass NRW verfügbar

Seit diesem Wochenende ist für NRWs (Grund-)Schulen der Medienpass NRW verfügbar. Theoretisch kann man ihn auch bestellen, praktisch hat das bei mir nicht geklappt, weil das System eine 10-stellige Schulnummer verlangt. Ich ging bisher davon aus, dass diese 6-stellig ist.

Zum Medienpass-Paket gehört scheinbar ein Lehrerdokument, in dem der Kompetenzrahmen abgesteckt wird und Medienpässe für die Kinder. Doch was verbirgt sich hinter dem Medienpass?

Zentrales Element aus Sicht der Lehrer ist der Kompetenzrahmen. Er legt in 4 Stufen fest, welche Kompetenzen die Kinder erwerben sollen. Dabei gibt es die Stufen Kindergarten, Grundschule, bis Klasse 6 und bis Klasse 10. Für uns ist also Stufe 2 besonders interessant.

Gemäß der gängigen Medienkompetenzmodelle wird dann in 5 Kompetenzbereiche unterschieden: Bedienen und Anwenden, Informieren und Recherchieren, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Präsentieren, Analysieren und Reflektieren. Für jeden dieser 5 Bereiche gibt es dann 4 Teilkompetenzen, so dass es insgesamt 20 Teilkompetenzen gibt, zu denen der Medienpass dann Lerninhalte und Unterrichtsmaterialien empfiehlt.

Man sieht dann im Lehrplankompass NRW, welche Teilkompetenzen im Lehrplan beschrieben werden und welche Materialien es dazu im Netz gibt. Das sind teilweise Materialien von Lehrer-Online, teilweise Materialien der Medienberatung NRW usw. Dazu gibt es dann meist noch umfangreiche Erläuterungen und Kommentare als PDF-Datei.

Die Sammlung gibt den Lehrkräften einen schönen Überblick, WAS überhaupt in der Grundschule sein muss und WIE es umgesetzt sein sollte. Ich gehe davon aus, dass die Materialsammlung noch kräftig erweitert wird und in Zukunft immer mehr Materialien verlinkt werden. (Vielleicht ja auch ja mal meine Medienkartei :) )

Zum Medienpass gibt es auch im Juni einen Kongress in Essen: http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/app/kteam/event/event.asp?P=mb&ENr=4253&KNr=0

Diverses

Heute habe ich mehrere Links zum Preis von einem:

  1. Valessa hat die bekannten Mompitze zu einem Lesespiel verwurstet. Sehr schön, wird direkt gedruckt und an die Kinders verteilt: http://www.mompitz.de/mompitz-lesekarten/
  2. Siemens hat ein Medienportal, auf dem sie zahlreiche Unterrichtsmaterialien anbieten, auch für interaktive Whiteboards. Leider kann man nur suchen, es fehlt der allgemeine Überblick über alle Materialien: http://www.medienportal.siemens-stiftung.org/portal/statpage.php?id=kikus_start
  3. Rahel Tschopp aus der Schweiz hat Links zu PC-Tools gesammelt, mit denen Lehrer und Schulleitungen ihren Alltag erleichtern können: http://www.hochdruckzone.ch/

Neues aus Siegburg

Nach langer Zeit gibt es (endlich) wieder neues aus Siegburg von Niklas zu lesen. Ein Heft mit Kuh und einige Arbeitsblätter ohne Kuh :) . Beides sehr schön und sehr kostenlos zu beziehen über seinen Blog.

Sehr interessant finde ich auch den Ansatz der wikigestützten Schulprogrammentwicklung. In medienkompetenten Kollegien ist das mit Sicherheit eine äußerst feine Sache!

Besucht also mal wieder seinen Blog, es lohnt sich!

Link: http://relaxecke.wordpress.com/

Computerkartei

Habe heute meinem Kollegium die Computerkartei vorgestellt und dabei festgestellt, dass viele Dinge, die für mich selbstverständlich sind, doch einer gewissen Übung bedürfen. Aber das Material kam gut an. Da würde man bestimmt ne nette FoBi zu stricken können, beginnend bei der Installation und Einrichtung von OpenOffice, bis hin zur Erprobung und Auswertung der Aufgaben. Also … wer mich in Niederkassel besuchen will :D

DCIGSU #5: Stop in the name of Martin

Tja, eigentlich stimmt der Titel nicht. DCIGSU steht ja für “Der Computer im Grundschulunterricht”. Und den Computer haben die Kinder der Trickfilm-AG bisher nicht benutzt. Dafür einen ersten Einblick in die Medienarbeit bekommen. Und der Lehrer der Trickfilm-AG hat den Computer ganz eindeutig benutzt. Aber der Reihe nach:

Ich habe mich entschieden, in diesem Jahr mal eine Trickfilm-AG zu machen. Nach Video, Radio und Zeitung war in diesem Jahr also mal was anderes dran. Irgendwie bin ich kein Freund davon, eine AG zweimal anzubieten. Und mit einem Trickfilm-Projekt hatte ich im letzten Jahr im vierten Schuljahr recht guten Erfolg. Weiterlesen

DCIGSU #1: Audacity

DCIGSU: Der Computer im Grundschulunterricht. Hier ist nun die erste Folge. Ich habe mich aus aktuellem Anlass für Audacity entschieden. Habe nämlich heute mit Klasse 2 und 4 je ein Hörbuch als Weihnachtsgeschenk erstellt und dabei intensiv mit diesem Programm gearbeitet. In der ersten Folge von DCIGSU möchte ich nun die Arbeit mit Audacity ein wenig vorstellen:

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