Nachdem nun schon 3 Hefte von “Mathe mit Mieze” als ODG-Datei und damit (je nach Definition bzw. Auffassung) als OER-Version erschienen sind, wird es Zeit für einen ersten Zwischenbericht.
1) Der Prozess der Erstellung
Die Arbeit mit LibreOffice geht eigentlich ganz gut von der Hand. Sehr schön ist, dass SVG-Grafiken direkt eingebunden werden können. Das erleichtert die Arbeit mit opencliptart und Inkscape ungemein. Zudem kann so die Grafikqualität in den Ausgabedateien gesteigert werden. Vom Funktionsumfang her vermisse ich im Gegensatz zu Publisher auch nichts, jedoch reagiert Draw in puncto Tabellen SEHR merkwürdig. Die Integration einer größeren Tabelle bringt das Programm regelmäßig an den Rand eines Absturzes, was auf Dauer sehr nervt. Es handelt sich hierbei wohl um einen bekannten Bug, mit dem man wohl vorerst leben muss.
2) Die Akzeptanz
Man merkt deutlich, dass das ODG-Format am Anfang neugierig gemacht hat, der Reiz aber schnell nachgelassen hat. Beim ersten Mia-Heft steht es derzeit 727 zu 354, beim zweiten Heft 400 zu 96 und beim aktuell erschienen immerhin schon 108 zu 13, jeweils zugunsten der PDF-Version. Zudem wurde doch an einigen Kommentaren deutlich, dass die Veröffentlichung von reinen ODG-Dateien kritisch gesehen wird (man könne sie dann ja nicht mehr nutzen). Daraus lässt sich schon einmal der Schluss ziehen, dass ich mein Material weiterhin in zwei Formaten anbieten werde, da die PDF-Dateien zum einen sehr beliebt sind, zum anderen auch via google-docs die Integration einer in die Seite integrierten Vorschau ermöglichen.
3) Weiterentwicklungen
Bisher gab es keine Wiederveröffentlichungen von weiterentwickelten Mia-Heften, was nicht heißen soll, dass niemand die Vorteile der ODG-Fassungen genutzt hat. Ich denke dass die ODG-Dateien zumindest dahingehend hilfreich sind, dass man Fehler innerhalb der Datei schnell selbst beheben kann.
Insgesamt finde ich es nach wie vor sehr spannend, mein Material jetzt auch komplett frei zu veröffentlichen. Und je nachdem wie sich die Diskussion um eine zentrale OER-Datenbank entwickelt, wird mit Sicherheit auch dort einziehen wollen …
“Bisher gab es keine Wiederveröffentlichungen von weiterentwickelten Mia-Heften,…”
Das hat – zumindest bei mir – zeitliche Gründe, aber auch praktische (Wo und wie veröffentlichen? Dir anbieten?) und gefühlte (Sollte ich nicht selbst was Originales schaffen? Darf ich das einfach so nutzen, abwandeln, ausbauen? Ja, darf ich, ich weiß…) Da gibt es sicher noch Gewöhnungs- und Entwicklungspotenzial in Sachen OER.
“…was nicht heißen soll, dass niemand die Vorteile der ODG-Fassungen genutzt hat. Ich denke dass die ODG-Dateien zumindest dahingehend hilfreich sind, dass man Fehler innerhalb der Datei schnell selbst beheben kann.”
So ist es!
In diesem Sinne: Hoffentlich springt der OER-Funke von Seiten wie dieser über.
Zumindest auf der “neuen” Grundschulnews-Seite könnte man sehr schön auf der jeweiligen Mia-Seite des Wikis auch die entsprechenden Derivate einbinden.