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Schmetterlinge

Freunde des anspruchsvollen Kunstunterrichts mögen jetzt einmal wegschauen :) . Folgendes stelle ich mehr als Funktionstest online, als das es ein Beispiel für guten Kunstunterricht sein soll.

Zur Verschönerung eines Klassenraums möchte ich in dieser Woche Schmetterlingsketten basteln: Schmetterlinge werden ausgemalt (oder noch besser: eigene Muster werden erfunden), ausgeschnitten und dann auf eine Schnur gefädelt und an die Decke gehangen (mit Schaschlik-Spießen auch als Mobile denkbar).

Zu diesem Zweck habe ich ein paar Vorlagen gestaltet. Schmetterlinge als veränderbare SVG-Dateien, zusammengefasst als ODG-Datei und PDF-Datei. Wer noch weitere Schmetterlinge gestalten will, ist herzlich eingeladen :) .

Bereitstellen möchte ich euch diese Datei direkt von meinem neuen NAS, welches unglaublich tolle Funktionen bietet. Wenn jetzt noch die Dateifreigabe klappt, dann kann man sich Sachen wie Dropbox oder Sugarsync wohl tatsächlich sparen :)

http://bingenberg.synology.me:5000/fbsharing/odCCN66p

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Konzepte zur Medienkompetenz #1: NRW

In einer kleinen “Serie” möchte ich in den kommenden Wochen einmal auf die Angebote der Länder zum Kompetenzbereich Medien vorstellen. Da sich hier in meinem Land NRW im letzten Jahr einiges getan hat, möchte ich auch mal den Blick über die Landesgrenzen hinaus wagen.

Bei uns in NRW gibt es seit diesem Schuljahr den Medienpass NRW (http://www.medienpass.nrw.de/). Durch diesen wird ein Kompetenzrahmen in vier Altersstufen abgesteckt. Für jeder der vier Altersstufen wird für die 5 Bereiche der Medienkompetenz gewisse Teilkompetenzen vereinbart, die man bei den Kindern anbahnen soll/kann. Medienkompetenz wird hierbei gemäß geläufiger Modelle in die Bereiche Bedienen & Anwenden, Informieren & Recherchieren, Kommunizieren & Kooperieren, Produzieren & Präsentieren und Analysieren & Reflektieren. Die vier Altersstufen sind Vorschulalter, Grundschulalter, Klasse 5/6 und Klasse 10. Eine ausführliche Übersicht der Teilkompetenzen findet sich hier: http://www.medienpass.nrw.de/?q=de/inhalt/kompetenzrahmen

Bei der unterrichtlichen Umsetzung beziehe ich mich jetzt ausschließlich auf die Grundschule. Für diese Stufe sind die Vorschläge zudem schon recht gut ausgearbeitet. Für die Schüler gibt es einen Medienpass, den alle Schulen NRWs kostenlos im Klassensatz ordern können. Dort sind die 20 Teilkompetenzen gelistet, deren Erreichen mit einem Sticker kenntlich gemacht werden kann. Die Pässe sind übersichtliche gestaltet und für die Kinder motivierend. Die Tatsache, dass sie kostenlos an die Schulen geschickt werden sehr erfreulich.

Für die Hand die Lehrers gibt es mehrere Hilfen. Immerhin geht es ja darum, 20 Teilkompetenzen anzubahnen. Ein erster Anlaufpunkt ist der Lehrplankompass: http://www.lehrplankompass.nrw.de/ Hier werden die Teilkompetenzen in Bezug zum Lehrplan für die Grundschule gebracht und Anregungen zur unterrichtlichen Umsetzung gegeben. Dabei wird in erster Linie auf bereits im Netz vorhandene Materialien verwiesen.

Eine weitere Hilfe für die Lehrer ist die Veröffentlichung Internet-ABC & AUDITORIX im Einsatz für den Medienpass NRW: http://www.medienpass.nrw.de/?q=de/inhalt/unterrichtsmaterial-grundschule. Dort werden auch nochmal die 20 Teilkompetenzen in Bezug zu den Lehrplänen der Fächer gesetzt. Anschließend werden Unterrichtsideen zur Umsetzung auf Grundlage des Internet-ABC und Auditorix dargestellt. Alle teilnehmenden Schulen haben dieses Heft im Laufe dieses Schuljahres zusammen mit einer Doppel-CD von Auditorix und dem Internet-ABC bekommen, ebenfalls kostenlos. Das Heft ist sehr übersichtlich und umfassend. Zu jeder Kompetenz werden mehrere Vorschläge gemacht. Zusammen mit dem Lehrplankompass hat man eine umfassende Sammlung an Vorschlägen, wie die Kompetenzen des Medienpasses im Unterricht angebahnt werden können.

Mir gefällt der Medienpass gut. Er bietet genug konkrete Anhaltspunkte, was im Unterricht umgesetzt werden kann. Dabei lässt er jedoch genug Freiraum für eigene Ideen zur Umsetzung. Zudem bieten die vielen Vorschläge sehr viel Praxis- und Produktorientierung. Medien werden nicht in irgendwelchen praxisfernen Kontexten erlebt, sondern als solches erfahrbar gemacht was sie (auch) sein sollten: ein Werkzeug des Lernens.

Dennoch gibt es bei mir ein paar offene Fragen. Der Medienpass setzt in den Schulen einen hohen gewissen Standard bzgl. der Ausstattung voraus. Meine Erfahrung zeigt, dass dieser bei weitem nicht in allen Schulen vorherrscht. Mit 2 eingestaubten Rechnern pro Klassenraum wird man hier nicht weiterkommen. Hier besteht noch erheblicher Handlungsbedarf.

Weiterhin erscheint mit der Gesamtrahmen des Medienpasses sehr umfassend und damit zeitaufwändig. Hier stehen Schulen vor der Herausforderung, die Umsetzung des Medienpasses in bestehende Arbeitspläne zu integrieren.

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Welttag des Buches

Am morgigen Dienstag ist Welttag des Buches. Aus diesem Anlass veranstalten einige Schulen besondere Events, die Kinder wieder ein bisschen ans Buch heranführen sollen. Auch der deutsche Buchhandel zeigt hier Engagement und verschenk an die Kinder aus Klasse 4 und 5 ein Buch.

Damit das PrimarWiki ein wenig in Schwung kommt haben wir beschlossen, dass wir den Welttag dazu nutzen eine kleine Aktion zu starten:

Welttag des Buches

Der 23.April wird seit 1995 dem Buch, dem Lesen und den Rechten der Autoren gewidmet. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um das PrimarWiki in puncto schulischer Leseförderung zu erweitern.

Unterstützt uns dabei! Es ist ganz einfach:

Buchbeschreibung

Der Markt für Kinder- und Jugendbücher ist unglaublich groß. Klassiker wie der Grüffelo, Ben liebt Anna oder der Findefuchs sind weithin bekannt, doch auch abseits des Mainstreams gibt es viele Perlen zu entdecken. Besser noch: zu vielen Büchern gibt es auch schon zahlreiche methodische oder didkatische Hinweise. Teilweise als kostenloser Download im Internet, teilweise als kostenpflichtiges Material.

Mit den Buchbeschreibungen will das PrimarWiki die Auffindbarkeit von (guten) Kinderbüchern erleichtern. Die Idee ist folgende: Bücher werden kurz mit ihren bibliographischen Daten und einer kurzen Inhaltsbeschreibung vorgestellt. Weiterhin können Angaben zur unterrichtlichen Einsetzbarkeit und Hinweise auf Materialien gemacht werden. Über interne Verlinkungen und die Aufnahme in eine oder mehrere Kategorien können Buchbeschreibungen auf diese Weise (hoffentlich) schnell wiedergefunden werden.

Alle weiteren Infos zu dieser Aktion findet ihr im PrimarWiki! Es wäre toll, wenn wir bis zum 06.05.2013 mindestens 20 Buchvorstellung zusammenbekommen könnten. Auf diese Weise könntet ihr alle auch einmal in die Verwendung des Wiki-Syntax reinschnuppern und feststellen, dass das mit ein bisschen Übung recht gut von der Hand geht.

Ich habe auch schon eine Buchbeschreibung beigesteuert: Die Torte muss weg, welches ich erst heute wieder im DaZ-Unterricht eingesetzt habe!

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Vera Hörverstehen

Heute hat es bereits 3 Sucher auf diese Seite verschlagen, die bei google nach “Vera Hörverstehen” gesucht haben. Der Bereich scheint auch für die größten Fragezeichen in den Köpfen der Lehrkräfte zu sorgen, ist er doch in diesem Jahr das erste Mal dabei.

Einen ersten Anhaltspunkt liefern hier natürlich die Bildungsstandards der KMK, immerhin bilden sie die Grundlage von Vera. Allerdings sind die bezüglich des Zuhörens eher einfach formuliert:

Inhalte zuhörend verstehen, gezielt nachfragen, Verstehen und Nicht-Verstehen zum Ausdruck bringen.

Vermutlich wird bei Vera nicht erwartet, dass die Kinder ihr Nicht-Verstehen zum Ausdruck bringen. Gezieltes Nachfragen ist bei einem Bleistift-Papier-Test auch schwierig. Bleibt also die Teilkompetenz, dass man Inhalte zuhörend versteht.

Das IQB in Berlin, welches ja für die Erstellung der Vera-Tests zuständig ist, kann weiters Licht ins Dunkel bringen. Man kann sich ja dort nicht nur kostenlos die Aufgaben der letzten Vera-Testungen ansehen, sondern man findet auch zum Bereich “Zuhören” eine Beispielaufgabe, wenn auch gut versteckt: http://www.iqb.hu-berlin.de/laendervergleich/LV2011/Beispielaufgaben

Die Aufgabe liefert einen guten Anhaltspunkt, was die Kinder wohl (zum Teil) erwarten wird: Ein Hörtext mit Fragen dazu. Es wird also zu erwarten sein, dass man für den Vera-Test einen funktionierenden CD-Player in der Klasse haben sollte. Weiterhin fällt auf, dass die Kinder den Text erst hören müssen und dann erst die Fragen zu Gesicht bekommen. Zielgerichtetes Zuhören? Fehlanzeige! Zieltransparenz? Fehlanzeige! Woher weiß das Kind, auf was es beim Zuhören zu achten hat? Fraglich aus auch, ob der Text zur Kontrolle ein zweites Mal vorgespielt werden darf.

Es mag sein, dass ich hier vorschnell urteile. Vielleicht ist das Beispiel nur ein bestimmter Aufgabentyp und es gibt auch Aufgaben, bei denen die Fragen vorher bekannt sind. Dennoch sollte man sich insbesondere auf einen solchen Aufgabentypus einstellen.

Wo findet man nun (kostenloses) Material zu diesem Thema? Das ist schwierig, da Hörtexte in aller Regel nicht frei verfügbar sind. Bei den Vorlesern findet man Kindertexte, allerdings sind diese sprachlich nicht so einfach zu verstehen, weil die Texte meist recht alt sind. Auf den Seiten der Ohrenspitzer gibt es auch Hörgeschichten für Kinder, ebenso beim SWR2 Spielraum. Zu Kaufen gibt es Kinderhörspiele wie Sand am Meer. Zu diesen, wie zu den kostenlosen Hörtexten, kann man natürlich dann zahlreiche Quiz erstellen. Weiterhin eignen sich natürlich auch viele der bereits vorhandenen Lesequiz: Man muss den Text halt einfach den Kindern vorlesen und dann die Fragen beantworten lassen.

Mit ein bisschen google-Geschick findet man mit Sicherheit auch den ein oder anderen Verlag, der einem entsprechendes Material anbietet. Hier muss man allerdings sehr genau hinschauen, was einem für sein Geld geboten bekommt. Mir kam schon ein Heft unter, welches unter dem Namen “Fit für Vera 2013″ Übungen zur Rechtschreibung anbot. Die mögen u.U. sogar gut und sinnvoll sein, aber Rechtschreibung ist in diesem Jahr eben kein Bestandteil von Vera.

Grundsätzlich ist natürlich die Frage, in wie weit gezielt für den Vera-Test übt. Meiner Meinung nach sollte es genügen, wenn man den Kindern 1-2 mögliche Aufgabenstellungen gibt, damit sie sich mit der Art der Aufgabendarbietung und den Bedingungen der Testung vertraut machen können. Kurzfristig Antrainiertes ist hier mit Sicherheit wenig zieldienlich: Es liefert der Lehrkraft keine Einschätzung über den Lernstand der Kinder, den Eltern gibt es keine realistische Einschätzung und “dem System” ebenfalls nicht.

Übrigens: Wer grundsätzlich an guten Unterrichtsvorschlägen zum Thema “Zuhören” interessiert ist, der möge sich diese Broschüre des MKFS ansehen: http://www.mediaculture-online.de/Autoren-A-Z.253+M55c73819b52.0.html Zudem finden sich bei mediaculture-online noch weitere Hinweise zum Kompetenzbereich hören: http://www.mediaculture-online.de/Hoeren.122.0.html

PS: Wer noch weitere Materialtipps hat, der darf es Niklas gleich tun und diese in den Kommentaren posten!

Bildquelle: Pixabay, veröffentlicht als public domain.

Schriftart PriWi Smile veröffentlicht

Die Osterferien und das eher sub-optimale Wetter hat mich dazu gebracht, sehr viel Zeit in verschiedene Projekte zu stecken. Eines ist das PrimarWiki, welches Valessa in ihrem Blog schon erwähnt hat, ich auch schon einmal als Idee vorstellte und nun langsam Form annimmt. Darauf gehe ich aber im Laufe des April/Mai mal ein.

Als Teil des Wikis habe ich eine neue Schriftart unter freier Lizenz erstellt, die verschiedene Smileys für den Schulgebraucht anbietet. Ich habe schon ein paar Anregungen aus dem Forum des PrimarWiki aufgegriffen und bin gerne bereit, weitere Smileys in die Schrift zu integrieren. Derzeit sind es 28 Stück. Den Download und eine ausführliche Vorschau mit Tastenbelegung gibt es im Wiki:

http://www.primarwiki.de/wiki/Materialerstellung:Fonts/PriWi_Smile

Im Wiki finden sich auch schon 23 weitere Schriftarten, welche allesamt unter freier Lizenz stehen und schulisch zu verwenden sein könnten: http://www.primarwiki.de/wiki/Materialerstellung:Fonts

Aprilscherz

Natürlich war die Meldung des gestrigen Tages ein Aprilscherz. Ich lasse sie jedoch noch ein wenig stehen, falls es jemand gestern aufgrund des Osterfestes nicht ins Netz geschafft hat.

Die Nachricht war von vorne bis hinten erstunken und erlogen, sollte aber dennoch auf die vorhandene Problematik des “Männerunterschusses” hinweisen. Es ist zu hoffen, dass sich in Zukunft mehr Männer für diesen Beruf entscheiden. Nicht des Geldes wegen und nicht wegen eines mittelmäßigen Dienstwagens, sondern weil es wahnsinnig spannender, interessanter, abwechslungsreicher, herausfordernder …. Beruf mit Zukunft ist, in dem sich jeder mit seinen Stärken entfalten kann.

Männer an die Grundschule!

Nicht nur die SZ scheint sich Gedanken darüber zu machen, dass es an Deutschlands Grundschulen zu wenige Männer gibt. Auch im Bildungsministerium hat man sich mit der Problematik befasst, die in allen Bundesländern gleich stark ausgeprägt zu sein scheint. Nun hat man scheinbar einen Weg aus der Misere gefunden. In einer groß angelegten, repräsentativen Studie wurden 10 Grundschullehrer befragt, welche Vorteile sie für sich in anderen Berufszweigen sehen. Interessant ist nun, was man aus der Umfrage gemacht hat:

Wie aus Kreisen des Bildungsministeriums zu hören ist, wird es mit dem heutigen Tag einige Änderungen geben, mit denen man wohl versucht, mehr Männer an die Grundschulen zu locken. Ein Hauptargument aus den Fragebögen war wohl die vergleichsweise schlechte Bezahlung mit den geringen Aufstiegschancen. Um dem entgegen zu wirken werden nun alle Grundschullehrer eine Stufe höher eingruppiert als ihre weiblichen Kollegen. Zudem kann man sich alle vier Jahre einen Bonus hinzuverdienen: Schneidet die eigene Klasse bei VERA3 besser ab als der Landesdurchschnitt, dann erhält man eine Einmalzahlung in Höhe 5000€.

Weiterhin versucht man Männer mit einem eigenen Dienstwagen zu locken. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen diese vom Autobauer Opel aus Rüsselsheim geliefert werden, dem dadurch auch ein wenig aus der finanziellen Schieflage geholfen wird.

Hiermit sind die beiden größten Wünsche der 10 befragten Lehrer umgesetzt worden. Zur Diskussion steht noch, ob männliche Grundschullehrer grundsätzlich mit 5 Entlastungsstunden bedacht werden sollen, in denen sie sich dann in Arbeitsgruppen über das Leben als Minderheit austauschen können.

Karten zur Strukturierung des Schulalltags

Heute morgen bin ich der Recherche nach Material noch einmal auf die Seite von Paul Matthies gestoßen, auf der es ja schon tolle Kartei zu Soma, Tangram und Spiegeln gibt. Nun hat er einen großen Satz Symbolkarten veröffentlicht, die wirklich schön gestaltet sind. Es gibt Karten zu allen möglichen Fächern, sowie Karten zu einigen Materialien und Sozialformen. Beim Download lässt sich zudem bestimmen, welche Form der Rahmen haben soll.

Besonders gut gefällt mir, dass auch diese Karten wieder unter freier CC-Lizenz veröffentlicht wurden.

Rückschau zur didacta – aus der Sicht eines Grundschullehrers

Die didacta ist zu Ende und bei den Bildungsbloggern gibt es erste kritische Rückschauen. Herr Larbig beschreibt seine Eindrücke mit besonderem Blick auf die (ausbleibende) digitale Revolution des Lehrens und Lernens. Die Schneeschmelze bringt auf den Aspekt OER mit herein. Auch M:Blog und Bildungssystem setzen sich mit der Kölner Messe auseinander.

Lesenswert ist insbesondere der Artikel von Herrn Larbig, wenn er natürlich auch die gesamte Szenerie aus der Sicht eines Gymnasiallehrers beschreibt. An der Grundschule spielen die althergebrachten Angebote der Verlage eine deutliche größere Rolle. Die Bereitstellung von Schulbüchern in eBook-Form bietet sich hier meines Erachtens auch noch nicht an. Hier würde ich einem Schüler der S1 doch einen sorgsameren Umgang mit einem Tablet zutrauen, als einem Grundschüler. Immerhin bietet der Mildenberger Verlag als einziger mir bekannter Verlag nun digitale Schulbücher für die Grundschule an. Die anderen Verlage bieten ihre digitalen Angebote erst ab Sek1 an. Eigentlich schade, ich hätte da durchaus Interesse dran, dürfte aber im Grundschulbereich recht alleine damit dastehen.

Update: Auch die anderen Verlage bieten einzelne Werke ihrer Reihen über die Plattform digitale Schulbücher an. Dies wurde auf der didacta meiner Wahrnehmung nach gar nicht beworben. Auch dies könnte schon ein Zeichen sein, wie (un-)wichtig dieser Zweig derzeit noch ist. Man zeigt das technisch mögliche, kalkuliert aber vielleicht schon ein wenig ein, dass dies nicht die Realtität des Unterrichts an der Grundschule trifft.

Bzgl. eLearning sehe ich durchaus Ansätze, die sich auch für die Grundschule sehen lassen können, z.B. Lernplattformen wie Itslearning oder Fronter. Diese wissen mit Anwenderfreundlichkeit, grundschulgerechter Umsetzung und Funktionsumfang zu überzeugen. Wenn jedoch für eine Grundschule mit 300 Schülern Kosten von bis zu 1000€ pro Jahr entstehen, dann frage ich mich, welcher Schuletat einer Grundschule diese Summe “mal eben” bereitstellt. Überhaupt gewann man auf der Didacta den Eindruck, dass viele Anbieter gar nicht wissen, mit welchen Etats (Grund-)Schulen jonglieren müssen und wie wenig man sich eigentlich leisten kann.

Ich würde, anders als Herr Larbig, nicht unbedingt auf Desinteresse der Lehrer an solchen Konzepten schließen, sondern auch darauf, dass Lehrer recht genau wissen, dass man sich das einfach nicht leisten kann. Wieso soll ich mir Möglichkeiten des Lernens mit und im Internet ansehen, wenn es an der gesamten Schule vielleicht 5 funktionierende und ausreichend schnelle Rechner gibt? Halle 4 löst doch vor allem Frust aus, weil man sich die dort angebotenen, teils überzeugenden Techniken eh nicht leisten können wird. Vielleicht bleibt man bei althergebrachtem, weil für das Neue, das digitale auf lange Zeit hin das Geld fehlt? Konzepte wie BYOD sind auf eine Grundschule nicht zu übertragen.

Und so schlendere ich eben doch durch Halle 6,9 und 7, schaue mir die analogen Grundschulangebote der Verlage an und überlege mir, welche dieser analogen Konzepte ich wie in meinen Unterricht anpasse. Denn nur, weil ich mir diese Angebot ansehe und vielleicht auch das ein oder andere Schulbuch mitnehme, heißt es ja noch nicht, dass diese Ideen 1:1 umsetze. Das hat für mich auch nichts mit “didaktischer Hilflosigkeit” zu tun, wie Herr Larbig es schreibt. Es ist der Blick über den Tellerrand. Den kann ich mit digitaler Vernetzung und Kooperation im Internet erreichen, aber auch mit dem Blick in herkömmliche Lehrwerke, Unterrichtsentwürfe und ähnliches. Appetit holt man sich auf der didacta, gekocht wird zu Hause und gegessen wird dann in der Schule :)

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